Newfoundland & Nova Scotia

Eine Reise durch Neufundland und Neuschottland im Osten von Kanada

14. Tag: Eisberge bei St. Anthony · einheimische Fischer und Kunsthandwerker in St.Lunaire-Griquet · L'Anse aux Meadows

St.Anthony und L'Anse aux Meadows

Eisberge bei St. Anthony

EisbergEisberg

Auch wenn wir alle inzwischen einen Eisberg aus der Ferne gesehen hatten, so waren wir alle ganz heiß darauf endlich einen aus der Nähe zu sehen. Kein Wunder also, daß sich alle entschlossen die optionale Bootstour mit Northland Discovery Tours mit zu machen. Die Wetterbedingungen waren nicht günstig, Sturm war angesagt und die See war entsprechend rau.

Es dauerte nicht lange und wird hatte das schaukelnde Oberdeck fast für uns alleine. Wir fuhren die felsige Küste entlang Richtung Süden. An Vogelfelsen vorbei reichten wir eine große Breite auf deren anderen Seite ein riesiger Eisberg im Dunst sichtbar war. Er hatte die Form einer Kirche und gerne wären einige näher rangekommen, aber andere waren ganz froh, daß die Überquerung der Bucht wegen der Sturmwarnung nicht gewagt wurde. Es schaukelte auch so schon genug. Trotz allem Ausspähens wurden keine Wale gesichtet. Egal, wir wollten Eisberge und zum Abschluß der Tour umrundeten wir in der geschützten Bucht von St.Anthony den riesigen Eisberg, den wir schon bei der Anreise von der Straße aus gesehen hatten.

Nach soviel Untätigkeit müssen unsere Waden als nächstes dran glauben. Wir fahren zum Fishing Point Lighthouse von St.Anthony und erklimmen von dort die nahe liegende Erhebung. Oben werden wir mit einer super Aussicht belohnt.

Impressionen

Werkstatt eines Schnitzers Werkstatt eines Schnitzers

Für den Nachmittag steht die Ausgrabungsstätte der einzigsten Wikingersiedlung auf dem amerikanischen Kontinent in L'Anse aux Meadows auf dem Plan. Der Weg dorthinn führt durch kleine Fischerorte.

In St.Lunaire-Griquet hält es uns nicht mehr im Auto, wir wollen das dörfliche Treiben etwas genauer unter die Lupe nehmen. Zu jedem Haus scheint ein Steg mit kleinem Boot zughören. Überall liegt der Kabeljau zum Trocknen aus. Manchmal ist es der ganze Fisch ohne Kopf, häufig aber auch nur die Filets. Kaum sind wir ausgestiegen werden wir un Einheimischen in ein Gespräch verwickelt. Bereitwillig gibt man uns Auskunft über das Leben im Winter und den Fischfang. Wir verabschieden uns und fahren weiter.

Wenig später halten wieder. Diesmal hat ein Schnitzer unsere Aufmerksamkeit auf uns gezogen. Auf der einen Straßenseite ist das Atelier. Wirklich schöne Sachen gibt es zu erstehen, aerb ob Figuren aus Walroßzahn beim Zoll so gut ankommen? Auf der anderen Seite liegt unverkennbar die Werkstatt. Denn auf dem Dach des kleinen roten Hause türmen sich die Geweihe. Obwohl wir nichts gekauft haben, folgt uns der Künstler und läd uns in seine Werkstatt ein. Wir quetschen uns alle in den kleinen vollgestellten Raum und irgendwie schafft der Schnitzer es auch noch ein riesen Elchgeweih aus der Ecke zu ziehen.

L'Anse aux Meadows

In L'Anse aux Meadows erwartet uns der Touristenmus-Schock. Viele Besucher sind da und alles ist durch organisiert. Ein Aufkleber aufs T-Shirt als Eintrittskarte. Dann erst einen Film ansehen und anschließend eine Guided Tour. Wer will kann dann noch selber herumlaufen. Wir schocken die Guides etwas und zeigen nach dem Film wenig Interesse an den Ausführungen. Wenig später tummeln wir uns alle in den nachgebauten Langhäusern. "Echte Wikinger" (sie sehen zumindest echt aus) führen uns in das damalige Leben ein. Wirklich nett gemacht.

Auf dem Weg zurück zum Pistolet Bay Provincial Park heißt es wieder Augen auf für Elche. Schließlich wollen wir den Elch-Rekord der Gruppe vor uns brechen.