Newfoundland & Nova Scotia

Eine Reise durch Neufundland und Neuschottland im Osten von Kanada

4. Tag: Vogelfelsen von Cape St.Mary's · Wanderung im Cape St.Mary's Ecological Reserve

Der Vogelfelsen von Cape St.Mary's

St.Bride's

Küste bei St.Bride'sKüste bei St.Bride's

Das Nebelhorn von St.Bride's weckt mich auf. Es ist vier Uhr morgens und in regelmäßigen Abständen zeigt der laute Signalton den Booten auf dem Meer an wo die Hafeneinfahrt ist. Die gute Sicht von gestern abend ist also vorbei. Und als ich aus dem zelt krieche empfängt mich der typische Nebel.

Nach dem Frühstück tauchen wir in den Nebel ein und laufen am Strand entlang Richtung Hafen. Es gibt einiges im Spülsaum zu entdecken und als wir in den Hafenbereich kommen liegen Lobsterfallen, Taue und alte verrostete Verarbeitungsmaschinen herum. Bei unserer Entdeckungstour werden wir gestoppt. Vielleicht können wir am Nachmittag in die örtliche Fischfabrik, deshalb geht nun es erst zum Vogelfelsen von Cape St. Mary's.

Vogelfelsen von Cape St. Mary's

Der Vogelfelsen von Cape St. Mary'sDer Vogelfelsen von Cape St. Mary's

Im Besucherzentrum gibt es einen kurzen Film über den Park. Die Ausstellung informiert über die brütenden Vogelarten, eventuell vorbei schwimmende Wale und die durch den Nebel bedingten klimatischen Besonderheiten des Küstenabschnitts. Ein Schwung Ornitologen mit Riesenferngläsern wird gesichtet und wir sehen zu, daß wir vor ihnen am Vogelfelsen sind.

Wir wandern an der Steilküste entlang. Vom Meer ist durch den Nebel nichts zu sehen. Zum Glück ändert dies sich und als wir den Vogelfelsen erreichen wird die Sicht etwas besser. Bis auf wenige Meter kommt man den den Felsen heran. Dieser hat die Form einer Säule und ist vom Festland getrennt. Ideal um die Brut unerreichbar von jedem Landräuber aufzuziehen. Ein Nistplatz auf dem Felsen ist damit sehr begehrt und dem entsprechend ist er auch bevölkert. Basstölpel geben eindeutig den Ton an. Je länge ich schaue je mehr gibt es zu entdecken.

Wanderung am Cape St. Mary's

Küste am Cape St Mary'sKüste am Cape St Mary's

Der Nebel lichtet sich und so können wir weiter an der Küste entlang wandern. Wir machen Pause als der Himmel aufreißt und bekommen die Sonne zum erstenmal an diesen Tag zu Gesicht.

Endlich ist die Küste zubewundern. Dies verführt zum Liegenbleiben und nicht alle verlockt der Ruf zum Weiterlaufen. Unser Weg führt uns weiter durch Gestüpp und macht nicht den Eindruck, daß er häufiger genutzt wird. Die kleinen Krüppeltannen machen das Vorwärtskommen nicht gerade einfach. Und sind die Bäume größer, heißt es über Baumstämme zu Steigen und durchs Geäst zu krabbeln. Zum Glück haben wir unseren jugendlichen Späher vorausgeschickt um die Spinnenweben zu beseitigen. Zu allem Überfluß hat es in den letzten Tagen wohl etwas geregnet, denn plötzlich stehen wir im Morast, aber wo ein Wille ist ist ein Weg.

Schließlich ist das kleine Wäldchen bezwungen und das Meer kommt wieder zum Vorschein. Der Weg führt weiter am Steilufer entlang und dann auf eine Landzunge. Dort wollen wir hin um die Aussicht zu genießen, aber kaum setzten wir unseren Fuß drauf, ziehen dichte Nebelschwaden vom Meer herauf und schränken die Sicht wieder ein. Der Nebel wird dichter und wir schlagen lieber wieder den Rückweg ein. Wieder steht uns das Wäldchen bevor, aber zurück geht es irgendwie schneller. Wir treffen auf den Rest der Gruppe und laufen über eine Ebene zurück zum Besucherzentrum. Wer will kann noch einen Abstecher zum Vogelfelsen machen um noch einmal einen Blick auf die Flugkünste der Basstölpel werfen.

Hafen von St.Bride's

Frischer KabeljauFrischer Kabeljau

In St.Bride's geht es auf direkten Weg zum Hafen. Es wird gerade ein frischer Fang angelandet, aber eine Fischverarbeitung gibt es heute nicht mehr. Trotzdem dürfen wir die Halle anschauen und einen Blick in das Lager werfen. Das Abendessen ist auch gesichert, mit fang frischen Cod geht es zurück zu den Zelten. Dort wartet noch eine Überraschung auf uns, der letzte vermisste Koffer ist angekommen. Der Urlaub kann also für alle beginnen.