Auf der Südinsel von Neuseeland

Ein Aktivurlaub auf der Südinsel von Neuseeland

8. Tag: Kaikoura: Waltour · Maori Tour

Wale und Maori Kultur in Kaikoura

Für alle die mit Delfinen schwimmen gehen wollen beginnt der Tag sehr früh um 5:30. Das Schwimmvergnügen ist optional und da ich schon bei den Gedanken in den Morgenstunden im Meer zu baden friere, verzichte ich auf diese Option. Es ist der grössere Teil der Gruppe, der noch gemütlich frühstücken, während die Schwimmer umringt von einen Schwarm Delfinen im kühlen Nass planschen.

Ein Pottwal im Meer - Waltour in Kaikoura

Für alle steht um 10 Uhr eine Waltour auf dem Programm. Nur einen Kilometer vom Ufer entfernt fällt der Meeresboden von 90Meter auf rund 1000Meter ab. Bekannt ist diese Abbruchkante als Kaikoura Canyon. Zudem treffen warme und kalten Strömungen aufeinander und sorgen für ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Diese Bedingungen sind die Grundlage für die über 90% Sicherheit auf einer Waltour einen Wal zu sehen.

Besonders Pottwale, die einerseits in grosse Tiefen tauchen aber zum Atmen an die Oberfläche kommen müssen, fühlen sich am Kaikoura Canyon wohl.

Auch wenn das Meer ruhig aussieht wird vor starken Seegang gewarnt. Mit dem Bus fahren wir nach South Bay und besteigen dort das Schnellboot welches uns zu den Walen bringen soll. Wir nehmen Platz und dürfen während der schnellen Fahrt auch nicht aufstehen. Es ist nicht zu vergleichen mit den gemütlichen Waltouren in Neufundland, die unbekannte Insel in Kanada.

Angesteuert wird die letzte Position, an der der Pottwal abgetaucht ist. Mehr als eine Stunde kann er unter Wasser bleiben. Zum Atmen kommt er an die Oberfläche, atmet mehrmals und taucht dann wieder ab. Wir müssen also in der Nähe sein, wenn der Wal auftaucht, und haben nicht viel Zeit bis er wieder abtaucht.

Wir düsen 20 Kilometer nach Süden auf offene Meer hinaus, bis wir halten und unser Kapitän mit dem Hydrofon in die Tiefen lauscht. Anschliessend ändern wir den Kurs und fahren noch ein Stückchen. Beim wiederholten Lauschen ist der Wal verstummt, ein Zeichen, dass er bald auftaucht. Nun heisst es alle Mann an Deck und den Horizont nach der Wasserfontäne absuchen. Plötzlich taucht vor uns die Fontäne auf. Gut festhalt und wenig später sind wir mit genügend Sicherheitsabstand beim Wal. Dieser schwimmt unter der Wasseroberfläche, taucht immer wieder etwas auf um zu atmen. Viel zu sehen ist nicht und so bekommt Potty die Bezeichnung U-Boot. Höhepunkt einer Pottwalbeobachtung ist das Abtauchen, wenn die Schwanzflosse aus dem Wasser schnellt und im Ozean versinkt. Das war's. Wir fahren wieder zurück und haben für Lunch etwas Zeit im Ort.

Maori Culture Tour

Für den Nachmittag ist eine Maori Tour vorgesehen. Am Besucherzentrum steigen wir in den Kleinbus von Maori Tours Kaikoura. Erstes Ziel ist der Nga Niho Pa bei dem wir begrüsst werden und lernen wie wir uns perfekt vorstellen. Nach einem Ausflug in die Geschichte der örtlichen Maori beginnt die nächste Herausforderung wir bekommen den Text eines Songs, den wir singen. An der South Bay erfahren wir mehr von der Erstehung Neuseelands und flechten eine Blume aus Flachs.

So etwas macht hunrig. Wir fahren für einen kleinen Imbiss zum Haus unseres Gastgebers. Auf dem Weg üben wir weiter den Song und sitzen wenig später im privaten Wohnzimmer. Hier erfahren wir vieles über die jüngere Geschichte. Und das Maoris heute auch Blond und blaue Augen haben können. Es reiche wenn sie einen Vorfahr haben und sich dazu bekennen. Bei Häppchen und Tee üben wir weiter an unserer Performance.

Zum Abschluß geht es weiter nach Norden ins Tal des Puhi Puhi Rivers. Hier im Puhi Puhi Scenic Reserve stehen noch grosse alte Bäume, zwischen denen die Ahnen der Maoris die grossen Laufvögel jagten. Ein kleiner Rundgang führt durch den Wald.

Die mächtigen alten Bäume sind mehrere hundert Jahre alt und ihnen zu Ehren singen wir noch einmal unser Lied. Ausserdem gibt es nützliches zu Flora und Fauna zu erfahren. Zum Beispiel nimmt ein Maori immer die angefressenen Blätter für den Tee, denn mit den heilen muss etwas sein, sonst würden die Raupen sie ja schliesslich Fressen.

Am Besucherzentrum werden wir um viele Eindrücke reicher nach dreieinhalb Stunden wieder ausgeladen.