Auf der Südinsel von Neuseeland

Ein Aktivurlaub auf der Südinsel von Neuseeland

11. Tag: Pelorus Bridge · Pakawau · Cape Farewell Spit

Zu den Sanddünen von Farewell Spit

Gegen neun Uhr verlassen wir den Campingplatz nicht ohne einmal bei Tageslicht über die Pelorus Bridge gegangen zu sein. Seit 1885 gibt es eine Brücke an dieser Stelle. Noch einen Blick in den kleinen Canyon werfen und schon sind wir wieder "on the Road". Eine lange Fahrt steht uns bevor. Wir verlassen den Pelorus River und folgen den Rai River. Über den Rai Saddle erreichen wir den Whangamoa River und über den Whangamoa Saddle schliesslich Nelson an der Tasman Bay. Nelson ist der grösste Ort auf unserer heutigen Strecke, den wir ohne Zwischenstop passieren.

In Motueka kaufen wir für die nächsten Tage ein. Wir durchforsten die Gänge im Supermarkt mit unserer Einkaufliste. Eine kleine Absendung sucht die örtliche Apotheke auf um sich mit Grippemittel einzudecken. Ein Thema welches uns noch eine ganze Weile beschäftigen wird.

Hawkes Lookout auf dem Takaka Hill

Anschliessend geht es mit dem Auto weiter, hinauf auf den Takaka Hill. Rund drei Stunden sind seit unserem Start vergangen als wir den Parkplatz zum Hawkes Lookout erreichen. Die Kartlandschaft hat auch unterirdisch einiges zu bieten. In der nahen Ngarua Cave wurden zum Beispiel ein vollständiges Moa-Skelett gefunden. Wir begnügen uns mit den bizarren Felsformationen und Senklöchern des Marmorberges. Ein kurzer Wanderweg führt zu einer Plattform hoch über dem Riwaka Tal. Unter uns fliesst der Riwaka River, auf der anderen Seite der Tasman Bay sind die Berge der Richmond Ranges zu sehen.

Es geht noch ein Stück weiter bergauf und dann eröffnet sich der Blick ins Tal des Takaka River. Die dunkelgrünen Berge des Kahurangi National Park liegen vor uns. Der Blick reicht bis zur Golden Bay, an der wir heute nacht übernachten werden.

In Takaka wird es langsam Zeit fürs Mittagessen. Gelegenheit in einem der Cafes den Magen, Bargeld abzuheben und etwas durch den Ort zu streifen.

Unsere Unterkunft für die nächsten beide Nächte ist der Campingplatz in Pakawau. Direkt am Meer, der Golden Bay, gelegen, wurde die Anlage an einen Investor verkauft, der nun eine Luxusanlage hinsetzen will. Bis das soweit ist, gibt es noch die Möglichkeit das Zelt auszubauen. Der Campingplatz hat also schon bessere Tage gesehen, denn wer steckt noch Arbeit in etwas dessen Zeit gesegnet ist. Trotzdem ist die Anlage sauber und es gibt Steckdosen, so dass wir alle unsere Akkus laden können.

Farewell Spit

Nachdem wir eingecheckt haben und die Zelt aufgebaut sind fahren wir weiter zum Farewell Spit, dem nordwestlichsten Zipfel der Südinsel. Hier haben die Meeresströmungen eine riesige Sandbank aufgebaut.

Farewell Spit ist ein wichtiger Rastpaltz für Zugvögel und aus Naturschutzgründen ist es nicht ohne weiteres möglich bis zur Spitze zu gehen. Die Strände und Sanddünen kann man jedoch auf einer Wanderung im südlichen Teil erkunden. Dies ist unser Abendprogramm.

Kurz vor fünf machen wir uns vom kleinen Besucherzentrum aus auf den Weg und wandern am Strand der Golden Bay nach Norden. Es ist Niedrigwasser und eine ganze Reihe von Vögeln durchstöbern die trockengefallenen Sandflächen auf der Suche nach Futter. Rund vier Kilometer können wir so am Strand entlang laufen. Dann kommt ein Schild un markiert den Beginn des Schutzgebietes. Der Rundweg führt nun durch die Dünen auf die andere Seite - zur wilden Westküste der Südinsel. Über hohe Dünen, vorbei ein Feuchtgebieten erreichen wir den anderen Strand.

Auf dieser Seite bläst der Wind und so wird man in Bodennähe sandgestrahlt. Die tosende See hat ganze Baumstämme angespühlt. Wir wandern an der Westküste am Strand zurück, also in Richtung Süden. Irgendwann sehen wir zwischen den hohen Sanddünen eine Wegemarkierung und gelangen so wieder auf einen Feldweg, der uns an den ruhigeren Inner Beach führt.

Es ist schon spät und so entschliessen wir uns auf das Kochen zu verzichten und in der Gaststätte beim Campingplatz zu Abend zu essen.